Zittau kann mehr e.V. überreicht Theatergutscheine für Krankenhausmitarbeiter
Zittau, 30. Dezember 2020. Wohl kaum etwas motiviert mehr als aufrichtige Dankbarkeit. So gesehen war es weit mehr als eine nette Geste zum Jahresausklang, als sich gestern Vorstände der Wählervereinigung Zittau kann mehr e.V. (ZKM) bei Beschäftigten des Krankenhauses Zittau für die übernommenen enormen Belastungen bei der Behandlung der an Covid-19 Erkrankten bedankten.
Spendensumme binnen zwei Stunden aufgebracht
Thema: Corona-Pandemie

Die Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen pandemisch. Lebensgefahr besteht bei einer Erkrankung an Covid-19 vor allem für Immungeschwächte und Ältere. Vielfältige Maßnahmen sollen die Ausbreitung verlangsamen, um medizinische Kapazitäten nicht zu überlasten sowie Zeit zur Entwicklung eines Medikamentes und eines Impfstoffs zu gewinnen. Im Blickpunkt stehen auch die Wirtschaft und soziale Auswirkungen.
- Impfen ist die erste Bürgerpflicht! [04.01.2022]
- Zittauer Petition: Klartext zu Corona [13.12.2021]
- Öffentliches Leben in Zittau eingeschränkt [23.11.2021]
Die Krankenhäuser im Landkreis Görlitz, der von der Corona-Pandemie besonders betroffen ist, arbeiten seit Wochen an der Belastungsgrenze, wenn nicht sogar darüber – und noch ist keine Entwarnung in Sicht, die Sieben-Tages-Inzidenz lag im Kreis per 29. Dezember 2020 bei 404 pro 100.000 Einwohner und damit ungefähr noch immer beim 2,75-fachen des Bundesdurchschnitts, nachdem die Marke bereits über 700 geklettert war. "In dieser Situation können die Menschen in Zittau und Umgebung sehr froh sein, dass es in Zittau ein gut funktionierendes Krankenhaus mit einem äußerst engagierten Team verfügt", schreibt dazu Annekathrin Kluttig von ZKM in einer Mitteilung.
Aus Dankbarkeit für die bisher in der Corona-Pandemie geleistete überdurchschnittlich harte Arbeit haben gestern Vorstandsmitglieder der ZKM-Wählervereinigung der Pflegedienstleiterin des Krankenhauses Martina Helle und dem Stationsleiter der Intensivstation Jens Tamme 70 Gutscheine à 20 Euro für Vorstellungen des Gerhart-Hauptmann-Theaters überreicht. Sie sind gedacht für die Teams der Intensivstation, der beiden Corona-Stationen und der Notaufnahme des Zittauer Krankenhauses. "Sie sind es, die an vorderster Stelle die aktuelle Belastung auch unter der Gefahr der eigenen Infektion für uns bewältigen müssen. Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig diese Arbeit für uns alle ist und wie sehr uns am Herzen liegt, das unser Dank bei den Menschen direkt ankommt", sagte Patricia Steege bei der Übergabe und Clemens Hauptmann setzte hinzu, dass angesichts der Infektionszahlen sowie der konkreten Kranken- und Sterbefälle keine Zeit mehr sei, mit Menschen zu diskutieren, die die Gefahr durch die Corona-Pandemie nicht sehen wollten: "Es ist endlich notwendig, viel mehr den Fachleuten zuzuhören und denen, die im direkten Kontakt erleben müssen, was ein schwerer Verlauf für die Patienten bedeutet."
Die Idee zu einem motivierenden Dankeschön hat sich die Wählervereinigung aus Görlitz abgeschaut. "Als wir die Aktion dort in der SZ gelesen haben, hat der Vorstand innerhalb des Vereins zum Spenden aufgerufen. Wir waren überrascht, dass es keine zwei Stunden brauchte, dass die Summe zusammenkam, manche haben sogar ihre Freunde mit einbezogen", berichtete Thomas Kurzke. Viele Vereinsmitglieder hätten sich für die gute Idee bedankt, weil sie sich schon Gedanken gemacht hatten, wie man den Mitarbeitern im Krankenhaus seine Wertschätzung zeigen könnte.
Ziel der Dankeschön-Aktion des Zittau kann mehr e.V. sei es auch gewesen, etwas Motivierendes zu überreichen, das in die Zukunft wirkt, unterstrich Patricia Steeger: "Wir alle wünschen uns doch, dass wir möglichst schnell durch diese Krise kommen und dann auch wieder schöne Orte wie unser Theater besuchen können. Das wünschen wir uns für alle in Zittau und Umgebung und bitten Sie deshalb auch, sich an die aktuellen Präventionsregeln zu halten. So helfen Sie den Angestellten in Gesundheitswesen und Pflege am meisten."
Aus Zittau und dem Krankenhaus berichteten unter anderem:
- Thomas Mielke auf sächsische.de am 24.12.2020: Heiligabend: Corona-Patienten ausgeflogen
- ZEIT ONLINE: Die Intensivmedizin in Zittau stößt an die Grenzen des Leistbaren
- Michael Bartsch in der taz am 23.12.2020: Eine Stadt verstummt
- Mitteldeutscher Rundfunk vom 16.12.2020: Klinikum Zittau bestätigt Berichte zu Triage bei Corona-Patienten nicht
- Jana Ulbrich auf sächsische.de am 12.03.2019: Warum Pfleger Jens das Wort Apparate-Medizin nicht mag



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- Quelle: red | Foto: Clemens Hauptmann
- Erstellt am 30.12.2020 - 09:37Uhr | Zuletzt geändert am 13.09.2022 - 17:39Uhr
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