Zittauer demonstrieren für ihr Theater

Zittau. Zahlreich seien Sie gekommen, die Teilnehmer der Zittauer Kundgebung unter dem Motto "Kulturabbau stoppen - für den Erhalt des Gerhart.Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau" , so Organisator Jan Roscher. Für Roscher, der Leiter des projekTTheater Zittau e.V. ist, Anlass, sich bei den Kundgebungsteilnehmern vom 12. März 2012 und den Bündnispartnern zu bedanken und nochmals deutlich zu machen: "Nur gemeinsam haben wir die Chance, diesen Sparwahnsinn im Kulturraum entgegen zu treten!"

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Protest gegen Kulturabbau soll sachsenweit ausgedehnt werden

Thema: Theater

Bild zu Theater

Wenn man über die Theaterlandschaft der Oberlausitz spricht, führt kein Weg am Gerhart-Hauptmann-Theater (GHT) vorbei. 

Unisono verlangten die Kundgebungsteilnehmer und Redner, das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau in vollem Umfang zu erhalten. Erreicht werden soll das durch die Aufstockung der Kulturraummittel, die ein Ende für die Krise der Theater und Kulturprojekte bringen soll.

Die Kundgebung vom 12. März soll, so hoffen die Teilnehmer, ein Signal sein, das bei den Verantwortlichen im Landkreis und vor allem bei der sächsischen Staatsregierung gehört wird.

Die Initiative zum Theatererhalt ohne Abstriche in Görlitz und Zittau ist als Anfang einer sachsenweiten Aktion gedacht, macht Roscher deutlich.

Dass die Basis dafür breit ist, lässt sich an der Rednerliste der Kundgebung ablesen: Linkenkreisrat Mirko Schultze, Dieter Trenkler vom Theater Senioren Club, Ver.di-Gewerkschafter MichaelKopp, Landtagsmitglied Dr. Karl-Heinz Gerstenberg von den Bündnisgrünen, Ramona Gehring vom Tamara Bunke e.V., Armin Pietsch als Vorsitzender des Augen auf e.V. Oberlausitz, Hartmuth Ratzkowski für die Freunde des Zittauer Theaters e.V., Wolfgang Speer vom SPD-Ortsverein Zittau, Kai Grebasch von der Initiative "Die Retter" und Stefan Heimann, der als Statist am Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau arbeitet.


Kommentar

"Wenn die Idee die Massen ergreift, wird Sie zur materiellen Gewalt!", wusste schon Lenin. Und wenn genügend Leute gegen die Ausdünnung kultureller Strukturen auf die Straße gehen, kann die Regierung von Stadt, Landkreis und Freistaat nicht darüber hinwegsehen.

Gut so, denn gerade die Rolle des Theaters geht weit über das "populaire" hinaus: Es ist in der Tat eine Bastion des kulturellen Niveaus einer Gesellschaft und trägt Sorge, auch jungen Menschen die Tür zur Hochkultur offen zu halten. Und es hat zu sensibilisieren für die Themen der Zeit, je unbequemer, um so besser.

Die intakte Theaterlandschaft ist ein kulturelles Erbe - wird sie von engstirnigen Sparfanatikern begradigt, sind die Verluste nicht ausgleichbar.

Ehrensold, äh, Ehrengage, für die wirklichen Theaterleute,

wünscht sich Ihr Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
  • Erstellt am 12.03.2012 - 23:16Uhr | Zuletzt geändert am 12.03.2012 - 23:34Uhr
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