Online Vermarktung: Wohin weht der Wind?
Zittau, 8. Januar 2022. Von Thomas Beier. Unternehmer versuchen mit den unterschiedlichsten Strategien, den Erfolg anzulocken – und oft genug ganz ohne Strategie, weil das Bauchgefühl allein diese nicht liefern kann. Das ist im Online Bereich nicht anders. Reden wir mal über Online Erfolg und was auf dem Weg dahin förderlich ist.
Teuer ist gut
Bei BeierMedia haben wir es gut: Da kommen fast drei Jahrzehnte Erfahrungen aus der Mittelstandsberatung in der Strategie- und Organisationsentwicklung und inzwischen knapp 17 Jahre aus dem parallel entstandenen Digitalunternehmen zusammen, die sich in einem überregionalen Dienstleistungsnetzwerk begieriger Nachfrage erfreuen.
Natürlich braucht es dafür Unternehmer als Kunden, die bestrebt sind, ihr Geschäft perfekt auf eine Zielgruppe oder sogar einzelne Kunden auszurichten. Wie sonst will denn jemand in gesättigten Märkten mit durchaus vergleichbaren Produkten bestehen? Etwa über den Preis?
Eine der möglichen Strategien ist: Verkaufen Sie teuer! Die Folgen sind recht angenehm:
- Man hat weniger Arbeit, aber sie wird besser bezahlt.
- Man hat weniger Kunden, aber die umgänglicheren, sprich weniger Preisdiskussionen und weniger Zahlungsausfälle.
- Und die Kunden erwarten selbstverständlich eine besonders hohe Leistung: Nur so entwickelt man sich weiter.
Das gilt selbstverständlich ebenso im Online Bereich. Festmachen kann man das etwa bei einem jener Anbieter, bei denen man guten Schmuck handgefertigt online kaufen kann. Hier kann man so ziemlich alles nachvollziehen, was modernen Online Verkauf ausmacht. Schau’n wir mal genauer hin.
Die Marke macht’s?
Früher galt die Marke als maßgeblich mit ihren Versprechungen etwa für Fortschritt, Haltbarkeit, Kompatibilität, Ersatzteilvorhaltung, aber auch Status und Lebensgefühl. Wer wollte bestreiten, dass sich die Welt aus einem Cabriolet anders ansieht als aus einer klapprigen Nuckelpinne? Ab was dem een sin Uhl, dat is dem annern sin Nachtigall – womit schon ein grundlegender Zielgruppengedanke erreicht ist.Klar ist die Marke auch heute noch wichtig, wer aber neu einsteigt oder seinem Unternehmen einen kräftigen Entwicklungsschub verleihen möchte, der sollte, falls die Idee auftaucht, vorsichtig mit der Einführung einer neuen Marke sein: Das geht gerne gründlich schief. Der Volksmund, überhaupt bester Ratgeber für die Wirtschaft, kennt das: "Was der Bauer nicht kennt, das (fr)isst er nicht!" Markenaufbau ist ein langwieriger Prozess und immer wieder steht gar nicht genügend Zeit dafür zur Verfügung. da kann es besser sein, man begibt sich als Partner oder Franchisenehmer unter das Dach einer eingeführten Marke, zu der die Kunden in spe bereits Vertrauen haben oder mit der sie sonstige Vorteile verbinden.
Entscheidend: Gefunden werden!
Das ist wie im analogen Leben: Was nützt das schönste Ladengeschäft, wenn niemand durch die Tür hereintritt und neben dem Portemonnaie auch ein wenig Kaufwillen im Gepäck hat?Will man Kunden online gewinnen – und wartet nicht darauf, dass irgendeine Suchmaschine mal jemanden vorbeischickt – eröffnet sich zunächst ein Arbeitsfeld,mit dem mancher nicht gerechnet hat: Die fortwährende On-Page- und Off-Page-Optimierung der eigenen Webseite und des Shops – ein Job, den man meist nur erfolgreich bewältigt, wenn man eine spezialisierte und wirklich leistungsfähige SEO-Agentur finden und verpflichten kann, wobei SEO das englische Kürzel für die Suchmaschinenoptimierung ist.
Was Kaufentscheidungen heute maßgeblich beeinflusst
Die Branche der Internetdienstleister leidet darunter, das die Trinität aus- erstklassigem Shopdesign
- begeisternder Nutzererfahrung und
- hochwertiger Präsentation
– und all das bei samst präziser Zielgruppenansprache – eher nur selten gegeben ist. Unter uns gesagt: Am furchtbarsten sind Programmierer, die die Grafik nebenbei gleich mit erledigen und Begriffe wie Kundenpsychologie, Servicequalität und Nutzererfahrung – kurz: UX – noch nie gehört haben.
Wie man es besser macht, kann man sich unter obigem Link zum handgefertigten Schmuck anschauen . Hier findet sich, worauf viele Kunden heutzutage Wert legen und worüber sie Gewissheit haben möchten. Im Kern geht es dabei um Nachhaltigkeit, die beim Schmuckangebot daherkommt als Wiederverwendung des Materials. Neuanschaffungen aus wiederverwendeten Materialien sind in – und was wäre besser geeignet als das Gold des Schmucks? Womit auch schon die Umweltfreundlichkeit im Spiel ist, denn Gold ist eben vollständig recycelbar.
Schaut man sich hingegen Billigschmuck an, der irgendwann im Müll landet, dann sind dem Recycling sehr enge Grenzen gesetzt. Aber ein Paradebeispiel ist Kinderspielzeug: Wenn es denn schon das große Spielzeugauto aus Plastik sein muss, dann bitte gebraucht! Es ist schon erschütternd, wenn die Schaufenster von Spielwarenläden von Plastikartikeln überborden. Haltbares Spielzeug aus Holz oder Blech hingehen wird nur selten in großen Serien hergestellt und ist eher eine Domäne der handwerklichen Spielzeugmacher, die nun wiederum mit dem Direktvertrieb per Online Shop – die richtige Strategie vorausgesetzt – vielleicht ganz gut beraten sind. Wie man es grundsätzlich angeht, darüber haben wir gerade gesprochen.
Kaufen als Geldanlage
Ein abschließender Gedanke: Ob nun Schmuck oder Spielzeug, hochwertige Artikel werden von Generation weitergegeben, so wie etwa auch bestimmte Möbel oder solides klassisches Handwerkzeug aus dem obersten Preisbereich. Hier ist die Möglichkeit zur Geldanlage ein weiterer Kaufanreiz, ist doch das Eigentum an werthaltigen Dingen in Zeiten der Inflation immer interessant. Aber nicht vergessen: Preise sind Leistungsversprechen, wer Geringwertiges für teuer Geld verkauft, betrügt – und die Kunden merken das ziemlich schnell.


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- Quelle: Thomas Beier | Foto: © BeierMedia.de
- Erstellt am 08.01.2022 - 13:23Uhr | Zuletzt geändert am 08.01.2022 - 16:49Uhr
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