Landrat Lange antwortet auf Fragen zur Theaterkonsolidierung
Zittau | Landkreis Görlitz. Die SPD-Fraktion im Landkreis Görlitz hatte Landrat Bernd Lange Anfang Dezember 2011 Fragen zum Konsolidierungskonzept für das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau gestellt. Dem Zittauer Anzeiger liegen nun die Antworten vor, die der Landrat am 10. Januar 2012 an die Fraktion übermittelt hat.
Wer entscheidet eigentlich über die öffentlichen Zuschüsse?
Thema: Theater

Wenn man über die Theaterlandschaft der Oberlausitz spricht, führt kein Weg am Gerhart-Hauptmann-Theater (GHT) vorbei.
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In seinem Schreiben verweist Landrat Lange auf die "hohe Effektivität der stehenden Strukturen" der Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH hin. Vergleichbare Theater - in der Antwort werden Beispiele aufgeführt - verfügen über deutlich mehr Personal. Außerdem heißt es, die "Theater in Görlitz und Zittau tragen in überdurchschnittlichem Maße aus eigenen Kräften zu ihrer Finanzierung bei". Entsprechend fallen im aufgeführten Vergleich die Betriebszuschüsse der öffentlichen Hand am geringsten aus. Auch zeigt der Vergleich besonders geringe Personalkosten in. Auch im Vergleich der Effizienz des Mitteleinsatzes wird auf gute Ergebnisse am Gerhart-Hauptmann-Theater verwiesen.
Im Weiteren geht Landrat Lange auf die Grundlagen des Konzepts ein und beantwortet die Frage, wo genau Stellen abgebaut werden sollen. Er äußert sich zu Mehrkosten und zur Tarifbindung wie auch zu spartenbezogenen Einnahmen und Kosten und zu Beiträgen der Theaterbesucher.
Auch die Einbindung des Gesamtbetriebsrats und der Gewerkschaften wird angeführt.
Zum Schluss wendet sich Lange den Perspektiven des Theaters zu, wenn weitere Tarifsteigerungen anstehen: "Stagnierende bzw. schlimmstenfalls sogar sinkende Zuschüsse der Rechtsträger und insbesondere des Kulturraumes führen mittelfristig zwingend zu einem Angebotsabbau."
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Landrat Lange antwortet am 10. Januar 2012 auf Fragen der SPD-Kreistagsfraktion
Kommentar:
Na, wenigstens hat er nicht rumgewulfft, der Landrat. Was dem Kulturbürger allerdings verschlossen bleibt ist eine Antwort auf die Frage, warum ein Theater, das im Vergleich die geringsten Kosten verursacht, die höchsten Eigenmittel einspielt und mit den geringsten Zuschüssen lebt, schon wieder in die Quetsche muss.
Wenn Lange zur Zukunft des Theaters auf die Entwicklung der öffentlichen Zuschüsse verweist und dabei insbesondere den Kulturraum anführt klingt das etwas wie "Da kann ich auch nichts machen."
So könnte ein Buchhalter reagieren, für einen Politiker mit Anspruch und Einfluss reicht es nicht.
Andererseits ist die Theaterfinanzierung nicht allein eine politische und Haushaltsfrage: Auch aus dem Theater sollten Impulse kommen, die Eigenfinanzierung noch weiter zu erhöhen.
Schließlich ist Kunst nicht dazu da, dass man aufgeräumt ist,
provoziert Ihr Fritz R. Stänker



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- Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
- Erstellt am 14.01.2012 - 10:17Uhr | Zuletzt geändert am 14.01.2012 - 11:07Uhr
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