Christian-Weise-Bibliothek Zittau zeigt Gerhart-Hauptmann-Ausstellung

Zittau. Zum 150. Geburtstag und den 100. Jahrestag der Nobelpreisverleihung an Gerhart Hauptmann präsentiert die Christian-Weise-Bibliothek in Zittau historische Buchausgaben von Gerhart Hauptmann aus den Jahren 1896 bis 1943. Darunter sind "Die Weber“ von 1896, "Fuhrmann Henschel“ von 1899, "Die versunkene Glocke“ von 1919 oder "Vor Sonnenaufgang“ 1922 im S. Fischer Verlag erschienen.

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Wer kennt noch "Die versunkene Glocke“?

Gerhart Hauptmann hinterlässt ein außerordentliches literarisches Werk. Er ging in die Literaturgeschichte als größter Dramatiker des Naturalismus ein. Mit seinem bedeutenden sozialen Drama "Die Weber“ erlangte Hauptmann Weltruhm. Mehr als 50 Dramen wurden veröffentlicht, zu seinen Frühwerken zählen "Vor Sonnenaufgang“ 1889, "Der Biberpelz“ 1892/93, oder "Fuhrmann Henschel“ von 1899.

Hauptmanns dramatische Werke sind noch immer auf den Theaterbühnen präsent. Das meistgespielte Stück zu Lebzeiten Hauptmanns war jedoch das heute weniger bekannte Märchendrama “Die versunkene Glocke“ von 1896. In Gerhart Hauptmanns literarischem Werk spielt das Drama eine zentrale Rolle, ebenso enthält sein umfangreiches Werk großartige Prosa und Lyrik.

Die novellistische Studie aus dem märkischen Kiefernforst „Bahnwärter Thiel“ erschien 1888; der Bahnübergang bei Erkner mit den vorbeirasenden Zügen - die Eisenbahn war das modernste Verkehrsmittel des 19. Jahrhunderts - wird bei Hauptmann zum Symbol des Maschinenzeitalters.

Geboren wurde Gerhart Hauptmann am 15. November 1862 im schlesischen Obersalzbrunn. Es war das Jahr, in dem Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten sowie zum Außenminister berufen wurde und Theodor Fontane seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg in Ruppin zu beschreiben begann. Als Sohn des Hoteliers Robert Hauptmann und seiner Frau Marie wuchs Gerhart als viertes Kind der Familie zunächst in gutbürgerlichen, wohlhabenden Verhältnissen auf, später jedoch, seit 1877 verarmte die Familie infolge des wirtschaftlichen Abstiegs.

Vier Landschaften prägten Hauptmanns Leben und Werk maßgeblich: Die schlesische Heimat mit dem Riesengebirge, die kleine Ostseeinsel Hiddensee bei Rügen, die Weinberge bei Radebeul an der Elbe und Oberitalien, wo Hauptmann 1923 Thomas Mann traf.
1912 erhielt Gerhart Hauptmann den Nobelpreis für Literatur, hauptsächlich für die hervorragende Wirkung seiner dramatischen Meisterwerke.

Prädikat: Hingehen!
Die Ausstellung zu Ehren Gerhart Hauptmanns 150. Geburtstag und des 100. Jahrestages der Nobelpreisverleihung kann vom 15. November 2012 bis zum 10. Januar 2013 zu den Öffnungszeiten der Bibliothek jeweils am Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag von 11 bis 18 Uhr und sonnabends von 9 bis 12 Uhr besichtigt werden.

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  • Quelle: Dagmar Weber, Bibliothekarin der CWB
  • Erstellt am 13.11.2012 - 22:37Uhr | Zuletzt geändert am 13.11.2012 - 22:37Uhr
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