Komm mit in den Paradiesgarten
Zittau, 2. April 2010. Rund 75 bisher noch nie gezeigte Meisterwerke der Textilkunst aus dem 17. bis 21. Jahrhundert zeigt eine Schau der Städtischen Museen Zittau. Am Sonnabend, dem 10. April 2010, lädt die Einrichtung herzlich zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster um 15 Uhr ein, die ganz im Zeichen des Paradiesgartens steht.
Bisher verborgene Arbeiten werden gezeigt
Blüten, Blumen, Blätter, ganze Pflanzen gehören seit jeher zu den wichtigsten Quellen der Kunst aller Kulturen. Jeder Garten erinnert an das Paradies – Paradiesgärten sind die wohl schönsten Visionen in der mittelalterlichen Malerei und fanden in Werken wie dem Zittauer Jungbrunnen einen Widerhall. Gärten erfreuten sich aber nicht nur in gemalter Form großer Beliebtheit, sondern wurden auch von den textilen Künsten aufgegriffen, etwa auf Bildteppichen und in Stickereien. Eine ganz eigene Form der Umsetzung stellt die so genannte Nadelmalerei dar, die besonders in Frauenklöstern eine lange Tradition hat: Mit Garnen, Seiden- und Goldfäden, in allen Farben und Feinheiten, entstehen noch heute in dichter Flachstickerei Bilder von hoher Kunstfertigkeit.
Ein Lob der Schöpfung
In der Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienthal bei Ostritz sind Zeugnisse der Nadelmalerei seit dem 17. Jahrhundert belegt. Auf Messgewändern und Decken vom Barock bis zum Jugendstil und der Moderne erscheinen meisterhafte Blumendarstellungen als Lob der Schöpfung. In dieser Tradition stehen auch die Stickereien von Schwester M. Theresia Lebsa, die Blumen aus dem Garten der Bibelpflanzen zeigen. Sie bilden den Mittelpunkt der Ausstellung in Zittau. Dazu fügt sich eine Auswahl bisher der Öffentlichkeit verborgener köstlicher Arbeiten aus vergangener Zeit. Zauberhafte Gärten auf Gewändern für den Gottesdienst stehen neben farbenfrohen Blumenstickereien und goldenen Blättern auf Schuhen, Mänteln für besonders verehrte Figuren, aber auch auf Tafelwäsche für festliche Anlässe.
Kloster als besonderer Ort
St. Marienthal ist die älteste ununterbrochen bestehende Abtei des Zisterzienserordens in Deutschland. Seit 1234 lebt eine Schwesterngemeinschaft im Neißetal. Trotz Brände und Kriegszerstörungen haben sich in diesem Kloster nicht nur Jahrhunderte alte Traditionen des Gebetes lebendig erhalten, sondern auch zahlreiche Kostbarkeiten vergangener Kunstfertigkeit. Zudem ist die großartige barocke Klosteranlage, das bedeutendste Beispiel böhmischer Barockarchitektur in der Oberlausitz, eingebettet in einen Kranz unterschiedlicher Gärten. Auch ein »Paradies« am Fluss gehört dazu. Ein Ort besonderer Inspiration ist der »Garten der Bibelpflanzen«, dessen natürliche Vielfalt zu vielerlei künstlerischer Auseinandersetzung anregt.
Ansehen!
Paradiesgarten - Gestickte Blumen aus St. Marienthal
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienthal
10. April bis 4. Juli 2010, täglich von 10 bis 17 Uhr,
Städtische Museen Zittau
Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster
Klosterstraße 3, 02763 Zittau
Öffentliche Führungen:
15.04., 17 Uhr
17.04., 15 Uhr
16.05., 15 Uhr
19.06., 15 Uhr
04.07., 15 Uhr
Führungen für Gruppen, Vorträge und museumspädagogische Aktionen auf Anfrage.
Tel. 03583 - 5 54 79-0
Fax 03583 - 5 54 79-210
museum(at)zittau.de (at) = @
Mehr:
https://www.zittau.eu
https://www.zittauer-fastentuecher.de
https://www.kloster-marienthal.de
https://www.ibz-marienthal.de



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- Quelle: red | Fotos: Stadtverwaltung Zittau
- Erstellt am 02.04.2010 - 01:56Uhr | Zuletzt geändert am 18.07.2022 - 13:31Uhr
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