Autorenresidenzen am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau beginnen
Zittau, 30. Januar 2018. In der vergangenen Spielzeit hatte das Gerhart-Hauptmann-Theater (GHT) Görlitz-Zittau insgesamt drei Autorenresidenzen ausgeschrieben, in deren Verlauf neue Theaterstücke für das GHT entstehen sollen. Mit Sascha Hargesheimer, geboren 1982 in Frankfurt am Main, und dem 1979 in Cottbus geborenen Daniel Ratthei treten übermorgen die ersten beiden der Autoren ihre Residenzen in Zittau an.
Abbildung: Sascha Hargesheimer
Sawade: Gesellschaftliches Zusammenleben mitformen
Auf den heute in Berlin lebenden Hargesheimer wartet eine Sonderaufgabe: Neben Zittau sollen zusätzliche Aufenthalte an den Partnertheatern in Reichenberg (Liberec) und Hirschberg (Jelenia Góra) den Grundstock für drei unterschiedliche Stücke – je eines für jedes der drei Häuser – schaffen, die dann während der parallel stattfindenden Aufführungen als Teile einer Gesamtgeschichte miteinander verknüpft werden sollen. Das Projekt ist auch für die Schauspieler an den Theatern in Polen, Deutschland und Tschechien spannend – sie freuen sich auf Sascha Hargesheimer. Die gemeinsame Projektarbeit, das innerhalb der trinationalen Theaterinitiative J-O-Ś erfolgt, ist einer der Spielplan-Höhepunkte 2018/2019 an den Theatern.
Wenn Hargesheimer loslegt, startet der studierte Schauspieler Daniel Ratthei mit dem Schreiben eines Theaterstückes für den TheaterJugendClub. Hintergrund: Ratthei hat parallel zu seinen Engagements schon seit längerer Zeit mit dem Schreiben von Theaterstücken, Lyrik und Kurzgeschichten von sich Reden gemacht.
Dritter im Bunde der Residenten ist der 1980 auf Rügen geborene, in Berlin lebende Schriftsteller und Dramatiker Oliver Kluck. Zum Abschluss des Residenzprojektes soll er ein abendfüllendes Stück für das hiesige Schauspielensemble beisteuern.
Alle drei Autoren wurden bereits für ihre Werke ausgezeichnet und stachen im vergangenen Jahr aus den insgesamt 197 eingereichten Arbeiten besonders hervor.
Fördermittel machen's möglich
Möglich wurde das Writer-in-Residence-Projekt durch die Bewilligung einer zunächst auf drei Jahre befristeten Förderung. Die wiederum wird ermöglicht durch das Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014–2020."Wir freuen uns sehr, dass mit diesen Mitteln nun derartige künstlerische Projekte bewilligt werden können, die eine interessante Erweiterung unseres künstlerischen Angebots darstellen und für die in unserem regulären Haushalt kein Raum ist", erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau, Caspar Sawade. Durch die dreijährige Förderperiode habe man Planungssicherheit und könne über J-O-Ś "mit theatralen Mitteln die Möglichkeiten gesellschaftlichen Wandels in unserer europäischen Grenzregion weiter ausloten". In der Initiative sieht Sawade eine Versuchsplattform, um im länderübergreifenden Dialog auf bestehende gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren und das gesellschaftliche Zusammenleben bis zu einem gewissen Punkt mitzuformen.



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- Quelle: red | Foto Sascha Hargesheimer: © Franz Grünewald, Foto Daniel Ratthei: Privat
- Erstellt am 30.01.2018 - 15:53Uhr | Zuletzt geändert am 30.01.2018 - 16:25Uhr
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