Linke veranstalten soziale Weihnachtsfeier
Zittau. Im linksorientierten "Infoladen Zittau" findet Mitte Dezember eine Weihnachtsfeier statt für Menschen und Familien, die am unteren Ende der sozialen Skala leben. Ausdrücklich eingeladen sind auch Betroffene der Asylpolitik.
Unterstützer ermöglichen Geschenke
Das Team des Infoladens Zittau selbst bezeichnet das Projekt als soziale Weihnachtsfeier.
Zu Kaffee, Kakao und Stollen in gemütlicher Atmosphäre, teilt Elisabeth Böhme vom Infoladen mit, werden dank einiger Unterstützer wie der Comenius Buchhandlung und dem Raumausstatter Fischer aus Herrnhut sowie dem Tamara Bunke Verein Geschenke die Augen der Anwesenden erstrahlen lassen.
Soziale Weihnachtsfeier im Infoladen Zittau
Sonnabend, 15. Dezember 2012, von 15 bis 17 Uhr
Infoladen Zittau, Äußere Weberstraße 2.
Mehr:
http://www.Infoladen-Zittau.de
Kommentar:
Weihnachten ist für alle da, auch wenn es gerade mal rund drei Jahrzehnte her ist, dass die DDR-Linken aus Weihnachtsengeln "geflügelte Jahresendfiguren" machten und im traditionellen erzgebirgischen "Schwarzenberger Schwibbogen" den Engel durch eine Leuchterspinne ersetzen ließen. Was soll´s, die Kirche im Sozialismus hat es sich schließlich wortlos gefallen lassen.
Den heutigen Linken muss man zugute halten, dass sie gesellschaftlich brisante Themen geschickt und effektvoll aufgreifen - eine "soziale Weihnacht" mit Kaffee und Kuchen im Bauch samst Zuwendung ist eben konkreter als ein Beutel voll Trost und Verheißung.
Wie unfähig muss Politik eigentlich sein, wenn sie in einem der reichsten Länder der Erde mit einer noch immer sozial geprägten Marktwirtschaft durch enorme Ungerechtigkeit im Zugang zu Bildung und Arbeit schon wieder den Nährboden für Ideen von "sozialer Gerechtigkeit" nach linken Vorstellungen bereitet?
So gesehen zeigen die Linken auf, was die demokratische Mitte versäumt,
denkt ihr Fritz R. Stänker


Politik-Kritik
Von Ernst am 01.12.2012 - 10:42Uhr
Da hat Herr Stänker wieder mal den Nagel auf den Kopf getroffen: "Wie unfähig muss Politik eigentlich sein, wenn sie in einem der reichsten Länder der Erde mit einer noch immer sozial geprägten Marktwirtschaft durch enorme Ungerechtigkeit im Zugang zu Bildung und Arbeit schon wieder den Nährboden für Ideen von "sozialer Gerechtigkeit" nach linken Vorstellungen bereitet?" (Zitat Ende)
Aber das hat was mit dem System zu tun - siehe Griechenland. Dass wir den griechischen Bürgern mit Geld helfen, ist in Ordnung. Nicht in Ordnung ist, dass reiche Griechen ihr Geld ins Ausland gerettet haben und unangetastet bleiben.
Und ich befürchte, dass letztlich mit unseren Hilfsgeldern die offenen Rechnungen von (Bank)Konzernen und den dahinter stehenden der Superreichen bezahlt werden.

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- Quelle: red
- Erstellt am 30.11.2012 - 21:01Uhr | Zuletzt geändert am 30.11.2012 - 21:20Uhr
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