Im Zeichen der Gleichstellungspolitik

Zittau. Der Landkreis Löbau-Zittau steht vom 2. bis 16. November 2007 ganz im Zeichen von Gleichstellungspolitik. Die Gleichstellungswochen bieten Vorträge und Diskussionsveranstaltungen rund um das Thema Frauen-Leben. Veranstaltet werden diese von den Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises und der Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen.

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Karis Schneider, Bildungsreferentin der Landesstelle, sagte zum Hintergrund der Wochen: „2007 ist das Europäische Jahr der Chancengleichheit. Wir wollen dieses Jahr nutzen, um mit Frauen und Männern die verschiedenen Aspekte von Chancengleichheit zu diskutieren. Und wir wollen zeigen und erleben, wie viel Kraft und Lebensfreude entsteht, wenn Frauen gemeinsam etwas auf die Beine stellen.“

Alle Vorträge bieten Austausch und Diskussion, Anregungen und Entspannung und versprechen interessante Abende mit praktischen Auswirkungen zu werden. Eingeladen jedenfalls sind alle Frauen und Männer im Alter zwischen 14 und 94 Jahren. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert mit Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales.


Informationen zu den Gleichstellungswochen:
bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Löbau-Zittau,
Frau Pratsch, Tel. 03583 - 72 11 20, oder
bei der Gleichstellungsbeauftragten Ihrer Kommune.


Programm:
02.11.2007 19.00 Uhr
Was gibt mir Kraft, was raubt mir Kraft?
Referentin: Angelika Weirauch
in Löbau, Begegnungszentrum Löbau, Brunnenstr. 3

07.11.2007 18.00 Uhr
Jenseits von Afrika - Wer war Tania Blixen?
Referentin: Sylvi Sehm
in Ebersbach, Generationentreff, Hofeweg 47

07.11.2007 14.00 Uhr
Was gibt mir Kraft, was raubt mir Kraft?
Referentin: Angelika Weirauch
in Zittau, Frauen helfen Frauen e.V., Töpferberg 8

08.11.2007 19.00 Uhr
Zufrieden sein oder: Was ich selbst für mein Glück tun und lassen kann
Referentin: Gabriele Dick
in Neugersdorf, Rathaus, Trauzimmer, Hauptstr. 41

13.11.2007 19.00 Uhr
Zufrieden sein oder: Was ich selbst für mein Glück tun und lassen kann
Referentin: Angelika Weirauch
in Bernstadt, Stadtküche, Adolf-Klose-Str. 5

13.11.2007 14.00 Uhr
Kreativ Sein im Alltag
Referentin: Andrea Neitzel
in Schönau-Berzdorf, Vereinshaus, Am Gemeindeamt 1

15.11.2007 18.00 Uhr Wir sind doch alle gleichberechtigt, oder?
Referentin: Dr. Berith Möller
in Großschönau, Gemeindeverwaltung Sitzungssaal, Hauptstr. 54


Die neuen drei K´s - Kommentar:

"...und wir wollen zeigen und erleben, wie viel Kraft und Lebensfreude entsteht, wenn Männer gemeinsam etwas auf die Beine stellen." Ein ziemlich blöder Satz, sowohl aus Sicht der Männer selbst als auch aus Sicht der Frauen, oder? Soweit kann es aber kommen, wenn Gleichstellung als Formalie eingefordert wird. Der Satz ist übrigens dem ersten Zitat des oben stehenden Beitrags entnommen, nur "Frauen" wurde durch "Männer" ersetzt.

Chancengleichheit ist selbstverständlich zu befürworten und kann auch bedeuten, Benachteiligte zu bevorzugen. Ja, genau, wie an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät damals, Sie wissen doch noch, als das Medizinersöhnchen hinter dem Arbeiterkind zurückstehen musste.

Spaß beiseite: Freilich brauchen Frauen vor allem geeignete Rahmenbedingungen, um Kinder, Beruf, Haushalt und nicht zuletzt den Mann (und vielleicht - ähem -den Lover) unter einen Hut zu bringen. Sich dafür zu engagieren, sollte Anliegen aller Bürger sein. Das Leben in der 3K-Welt (Kinder-Küche-Kirche) war ja schon einmal überwunden, jedenfalls im heutigen deutschen Osten. Für die moderne Frau stehen die drei K eh für anderes: Kerle - Karriere - Knete. Oh Gott.

Nochmal zurück zum Thema: Gleichstellung heißt doch vor allem, dass jeder Mensch seine persönlichen Stärken einbringen und entwickeln darf und ob seiner Schwächen nicht über die Maßen benachteiligt wird.

Bedenklich ist es nur, wenn Frauen Gleichstellung verwechseln mit "wir Frauen machen das alleine" (...und zeigen es den Männern mal).

Nee, Mädels, Frolleins und Frauen, dann nehmt erstmal Eure Entfaltungsmöglichkeiten wahr, ehe Ihr aus Liebe zur Courage um weitere abstrakte Gleichstellungserfolge kämpft.

Oft genug ist es nämlich tradiertes Verhalten, wenn eine Frau in ihren Verhältnissen gefangen bleibt,

ist eine Erfahrung von Fritz(i) Stänker.



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  • Quelle: /red /FRS
  • Erstellt am 01.11.2007 - 20:12Uhr | Zuletzt geändert am 01.11.2007 - 20:49Uhr
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