Er gehört zu mir, dieser Hund!

Bild zu Er gehört zu mir, dieser Hund!Zittau, 5. April 2021. Wie sehr ein Hund zum Familienmitglied geworden ist, fällt vor allem dann auf, wenn Besuch da ist, der den Umgang mit Hunden nicht kennt und auch nicht bereit ist, sich darauf einzustellen. Für Hundebesitzer ist das eine schwierige Situation. Sie schätzen ihr Tier, möchten aber auch Rücksicht nehmen. Weshalb ist der Hund so wichtig?

Abb.: Rudi Rabauke ist der Redaktionshund der Regional Magazin Gruppe und hat immer ein kritisches Auge auf die Medienwelt
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Auf den Hund gekommen gekommen zu sein ist nicht das Schlechteste

So ein vierpfotiges Familienmitglied – in Görlitz auch mit drei Pfoten – erweist sich in vielen Lebenssituationen als wertvoll. So ist es gewiss kein Schaden, wenn Kinder mit Haustieren aufwachsen und mit der Versorgung der Tiere lernen, dass bestimmte Verpflichtungen unter keinen Umständen vernachlässigt werden dürfen.

Für andere ist der Hund als Beschützer wichtig, ob nun beim Spaziergang oder zu Hause. Die immer wieder kolportierte Geschichte vom Hund, der jeden in die Wohnung lässt, aber ohne entsprechendes Kommando nicht wieder hinaus, dürfte so manchen Gelegenheitseinbrecher von Hundehalter-Wohnungen abhalten.

Natürlich übernimmt ein Hund auch weitere Funktionen, etwa als Gesellschafter, der vor Vereinsamung schützt. Oft sind Herrchen oder Frauchen und ihr Wuffi perfekt aufeinander eingespielt, man versteht sich ohne Worte. Außerdem: Schon beim Gassigehen kommen Hundehalter schnell miteinander ins Gespräch – ohne Hund jedoch auf der Straße jemanden anzusprechen, das kann schnell missverstanden werden.

Für manchen ist ein Hund vor allem wichtig, um zur Bewegung im Freien gezwungen zu sein. Tägliche Spaziergänge sind der Gesundheit ohne jeden Zweifel zuträglich. Der real vorhandene Hund, der sich diese Pflicht gnadenlos einfordert, ist dann stärker als der innere Schweinehund, der angesichts des ungemütlichen Wetters für den Sessel am Kamin, Cognac und Zigarre oder Sektchen und Zigarettchen plädiert.

Cognac und Zigarre erscheinen heute vielen wie aus einer anderen Zeit: Für moderne Menschen ist der Hund immer wieder Mittelpunkt des Hobbys. Nicht ohne Grund erfreuen sich Hundesport- und Agility-Vereine beeindruckender Mitgliederzahlen. Wer sich hier intensiv mit seinem Tier beschäftigt und zudem von den Erfahrungen anderer lernt, kann dieses Wissen durchaus verallgemeinern: Klare Ansage, Konsequenz, aber auch Zuwendung und Empathie gehören schließlich zu gefragten Führungseigenschaften auch gegenüber Menschen.

Und noch etwas: Hundebesitzer haben stets Gesprächsstoff, weil man mit einem Hund automatisch viel erlebt. Allerdings ist das bei Welpen und pubertierenden Hundetieren nicht immer einfach: Das Straftaten-Register von Rudi Rabauke, Redaktionshund der Regional Magazin Gruppe, die auch für den Zittauer Anzeiger verantwortlich ist, gleicht einer endlos wachsenden Liste. Heute ist klar: Immer wenn Rudi endlich mal still ist, wird es gefährlich. Dann ist nämlich sein Knabberapparat am Werk und trennt mit Vorliebe Netzstecker vom Kabel, jedoch auch USB-Kabel aller Art und nicht zuletzt Netzwerkkabel erfreuen sich seiner vorbehaltlosen Zuwendung, bis sie endlich final durchgekaut sind.

Das sind Situationen, bei denen eine Hundehaftpflichtversicherung nicht greift, denn die Regulierung von Schäden beim Hundehalter selbst ist ausgeschlossen. Anders gesagt: Damit ein Schaden reguliert wird, muss ein anderer der Geschädigte sein. Wenn Rudi Rabauke also zu Besuch bei der Redaktion einer lokalen Tageszeitung wäre und den Chefredakteur in die Wade zwacken würde… Aber nein, so etwas denkt man nicht.

Ein Thema, an das Hundebesitzer allerdings denken sollten, ist – salopp gesagt – wenn der Hund selbst heftig gezwackt, also gebissen wird oder erkrankt. Viel Krankheiten, die Menschen vor allem in den älteren Jahren ereilen, ereilen auch die Vierbeiner: Arthrose, der schmerzhafte Gelenkverschleiß, oder etwa Krebs kommen auch bei Hunden vor. Wohl für keinen Hundehalter, der mit seinem Tier zusammengewachsen ist, wäre das ein Grund, seinen tierischen Freund einschläfern zu lassen.

Die andere Seite: Auch Tierärzte arbeiten nicht umsonst, so manche Operation oder Behandlung kostet schnell vierstellige Eurobeträge. In solchen Situationen, in denen viele das Tierwohl gegenüber den Kosten dafür abwägen müssen, erweist sich eine Versicherungspolice bei einer Hundekrankenversicherung als Ausweg, der einen vielleicht furchtbaren Gewissenskonflikt vermeidet. Das Argument, dass ebenso wie der Mensch auch das Haustier eine Krankenversicherung benötigt, ist nicht von der Hand zu weisen.

Rudi Rabauke sind solche Erwägungen allerdings völlig egal. Er erfreut sich seines Daseins und selbst die Begegnungen mit dem Tierarzt, den er zum Glück bislang nur für seine Impfungen braucht, steckt er kommentarlos weg.

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  • Quelle: TEB | Foto: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 05.04.2021 - 14:08Uhr | Zuletzt geändert am 06.04.2021 - 10:47Uhr
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