Strandkorb oder Bürostuhl - Sommermodetabus im Büroalltag

Zittau, 12. Juli 2017. Ob in den Verwaltungen oder den Unternehmen der Stadt im ostsächsischen Dreiländereck: Bei fortwährender Hitze im Sommer haben Angestellte nachhaltig das Bedürfnis, die Kleiderschichten, die sie ansonsten umhüllen, möglichst großflächig abzulegen. Manchmal kommt in den Büros das Gefühl auf, ein Cocktail sei der letzte Schritt bei der Metamorphose vom Bürostuhl zum Strandkorb. Fakt ist: Nicht alle Beschäftigten wissen modisch mit der Situation umzugehen. Das kann zu unangenehmen Gefühlen bei Kunden und bei jenen Kollegen führen, die nicht so freizügig im Büroalltag agieren wollen. Was also ist sommermodisch im Büro erlaubt und was ist ein absolutes Tabu? Diese Frage sollte nicht nur Führungskräfte beschäftigen, denn letztendlich müssen sich alle Mitarbeiter auf einen allgemein akzeptierten Dresscode verständigen.
Abbildung oben: Ein absolutes "No go!" fürs Büro: Schulterfrei, zu kurz, Riemchenschuhe.

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Konservative Mode bei den seriösen Dienstleistern

Banken, Versicherungen und Anwaltskanzleien erwischt es im Sommer am härtesten. Mit rigoroser Durchhaltekraft ausgerüstet müssen sich die Angestellten zugeknöpft bis oben präsentieren. Die an konservativen Maßstäben gemessene Seriosität im Business erlaubt hier keinerlei Ausrutscher.

Bei Kundenkontakt sind die Vorschriften noch strenger:

  • Für die Herren sind lange Hosen, ausreichend lange Socken und ein Jackett sind verpflichtend. Grundregel: Armhaut darf nicht sichtbar sein. Bei der häufig verwendeten Farbe Schwarz kann das bei über 30 Grad im Sommer schon zur Tortur werden. Auch ein langärmliges zugeknöpftes Hemd, wie es Bamigo klassisch anbietet, gilt als Standard zur Angezogenheit.
  • Bei den Damen darf ein knieumspielender Rock eingesetzt werden. Tops sollten nicht ärmellos sein, ansonsten muss ein Blazer darüber getragen werden. Auch auf die Feinstrumpfhose darf nicht verzichtet werden. Bei Männern und Frauen sollten die Schuhe geschlossen sein. Zumindest die Damen haben jedoch die Option, am hinteren Ende des Schuhs etwas lockerer auftreten zu dürfen.

Die Tabuliste sollte aufmerksam studiert werden

Der direkte Vorgesetzte ist normalerweise ein hervorragender Indikator für die Kleidungsregeln – an seinem Stil kann sich jederzeit orientiert werden. Damit umgeht der Mitarbeiter bereits grobe Fehler.

Ansonsten gibt es eine Reihe von Kleidungsstücken, die nicht ins Büro gehören. Eine große Sünde sind Flip-Flops, die nur Urlaubscharakter verströmen. Bei den Damen sollte auf tiefe Ausschnitte und zu kurze Röcke verzichtet werden. Auch Tanktops sind nicht tragbar im Büroalltag. Treten die Damen zu sexy in Erscheinung, kann sogar das Arbeitsklima im Ganzen darunter leiden. Auch transparente Oberteile mit Spaghetti-Trägern können getrost zu Hause gelassen werden. Der gute Geschmack sollte nicht völlig außer Acht gelassen werden.

Wie möchte ich auf die Kollegen wirken?

Die Frage der Eigenwirkung und -darstellung ist letztendlich für den Kleidungsstil entscheidend. Wenn Seriosität gefragt und die Karriere fest im Blick ist, sollte tunlichst vermieden werden, zu viel Haut zu zeigen. Stilvolle Kleidung ist Trumpf. Gerade bei den Damen ist es so, dass sie mehr Achtung bekommen, je weniger Zeit sie für ihr dafür eher dezent-zurückhaltendes Styling und Outfit aufwenden. Offenbar werden Professionalität und Kompetenz unterstrichen, wenn eben mehr Konzentration der Arbeit als dem Aussehen gilt.

Aber was kann an heißen Tagen getan werden? Besonders das Material der Bekleidung ist wichtig. Leichte und hochwertige Baumwolle und Mikrofasern sind ideal, um die Hitze abzufangen. Ein insgesamt luftiger Schnitt lässt die Haut besser atmen und verhindert zugleich Schweißflecke. Fazit: Das Gesamtbild muss immer korrekt sein, aber kleine Tricks sind natürlich erlaubt, damit man im Büro gut durch den Sommer kommt.

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  • Quelle: red | Foto Mädchen: xusenru / Khusen Rustamov, Foto Mann und Frau: rawpixel, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 12.07.2017 - 08:29Uhr | Zuletzt geändert am 12.07.2017 - 09:19Uhr
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