Ständig verfügbar: Online Games

Zittau, 14. Juni 2016. Es ist wohl eher die ältere Generation, die sich Gedanken um die sogenannte "sinnvolle Freizeitbeschäftigung" macht, wenn sich die Türen eines Spielcasinos hinter jungen Leuten schließen. Doch was sinnvoll ist, entscheidet letztlich jeder für sich selbst. Das Freizeitverhalten unterliegt einem ständigem Wandel, der nicht zuletzt durch technologische Entwicklungen im Sport, in der Unterhaltungselektronik und in der Telekommunikation vorangetrieben wird.

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Spielen am PC oder Handy - Freizeitbeschäftigung oder Gesundheitsrisiko?

Längst hat das Spielen am Computer oder am Handy breite Kreise der Bevölkerung erobert. Seine Freizeit damit zu verbringen, ist inzwischen gesellschaftlich anerkannt.

Während man sich früher zu Hause zu Spieleabenden traf, in der Gastwirtschaft würfelte, Skat oder Doppelkopf spielte, bietet das Internet heutzutage eine weit bequemere Variante: die Online Games.

Die Spiele im World Wide Web haben eindeutig den Vorteil, ständig verfügbar zu sein - Internetzugang vorausgesetzt. Aber es gibt auch Nachteile: Während der Treff in der Gastwirtschaft durchaus das soziale Zusammenleben förderte, ist der Online Spieler alleine, sofern er sich nicht die (empfehlenswerte) Gesellschaft von Mitspielern sucht. Anwesende Mitspieler sind zudem wichtig, um das eigene Spielverhalten besser kontrollieren zu können.

Immerhin: Als sicher gilt, dass es in Deutschland mehr als eine halbe Million Internetsüchtige gibt. Während der jüngste Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung (Quelle: Deutschlandfunk) weniger Raucher und Komasäufer vermeldet, steigt die Zahl der Internet-Junkies hingegen weiter an.

Vor diesem Hintergrund ist bei den vielen Online Spielangeboten anzuraten, deren Legalität zu prüfen sowie das eigene Spielverhalten zu kontrollieren und sich möglichst durch einen unbeteiligten Beobachter ein Feedback einzuholen.

Grundsatz muss immer sein, dass Spielspaß eben Spaß und nicht etwa Suchtbefriedigung bedeutet. Die Bundesministerium für Gesundheit weist darauf hin, dass, ähnlich wie bei der Internet-Sucht, gut eine halbe Million Menschen in Deutschland ein auffälliges Verhalten - als pathologisches Glücksspiel bezeichnet - in Bezug auf Glücksspiele haben.

Insbesondere Spiele mit Gewinnmöglichkeiten sollten nicht als "Verdienstmöglichkeit" gesehen werden - vielmehr ist hier der Einsatz das Äquivalent für den Spaß, den man erlebt.

Gut beraten ist außerdem, wer seine Freizeit nicht nur am Computer oder am Handy verbringt, sondern auch körperlich aktiv ist und soziale Kontakte im direkten Gespräch pflegt.

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  • Erstellt am 14.06.2016 - 08:01Uhr | Zuletzt geändert am 23.07.2022 - 00:24Uhr
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