Wie investiert man an der Börse?
Zittau, 28. Oktober 2021. Inflation hin oder her, die Niedrig- beziehungsweise Nullzinspolitik geht weiter, wurde heute gemeldet. In solchen Zeiten von niedrigen Zinsen und hoher Inflation zieht es immer mehr Menschen, die um ihr Erspartes bangen, an die Börse. Weder Sparbuch noch Tagesgeldkonto werfen noch nennenswerte Zinsen ab und das mühsam erarbeitete Geld – vielleicht als Altersvorsorge gedacht – verliert zusehends an Wert. Für Börsenneulinge stellt sich jedoch zuerst die Frage: Wie funktioniert das eigentlich?
Vorbereitung: Sich informieren!
Der allererste Schritt hat noch gar nichts mit dem tatsächlichen Investieren zu tun. Zunächst ist es wichtig, sich umfassend zu informieren. Dazu eignen sich Internetseiten, Finanzblogs und Fachbücher. Auch die Finanznachrichten in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und im TV sollte man verfolgen. So wird man langsam mit der Materie vertraut, eignet sich Wissen und Fachbegriffe an und verliert die Scheu vor dem neuen Thema.
Anschließend sollte man seine Ziele definieren und eine Strategie erarbeiten. Ob man ein Vermögen aufbauen, langfristig fürs Alter vorsorgen oder ein stabiles Dividendenportfolio aufbauen möchte, das ist entscheidend für alle weiteren Aktionen.
Auswahl des Depots
Der nächste Schritt ist die Auswahl eines Depots. Hier gibt es viele unterschiedliche Anbieter und man sollte nicht das Erstbeste nehmen, das man findet. Was beste Depots sind, das ist für jeden Anleger anders definiert. Jeder hat andere Bedürfnisse und Anforderungen an ein Depot. Für den Einen sind günstige Gebühren das Wichtigste, ein anderer wünscht sich einen persönlichen Ansprechpartner in einer Filiale vor Ort, der Nächste benötigt neben einer Webseite fürs Onlinebanking auch einen mobilen Zugriff per App. Für jeden gibt es sicherlich ein passendes Angebot, man muss sich nur die Zeit nehmen, die Angebote zu vergleichen. Zudem sollte man sich in der Vorbereitungsphase überlegt haben, wo die eigenen Prioritäten liegen.Einmalanlage oder Sparplan?
Für eine Investition an der Börse benötigt man heute kein großes Vermögen. Sparpläne kann man bei den meisten Brokern bereits ab 25 Euro monatlich anlegen. In vielen Fällen ist die Sparplanausführung für bestimmte Fonds und ETFs – das sind börsengehandelte Indexfonds – sogar kostenlos.Wer bereits eine größere Summe gespart hat, kann sich individuell entscheiden, ob er einen Teil davon oder, je nach Risikolust und beabsichtigter Anlagedauer, alles auf einen Schlag anlegen möchte; die Alternative wäre, die Anlage verteilt über eine längere Zeitspanne vorzunehmen. Alles hat seine Nach- und Vorteile, doch besonders bei langfristigen Investitionen spielt der exakte Kaufzeitpunkt eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist ein langer Investitionszeitraum, weil das die Spekulationskomponente dämpft. Die Hemmung, endlich anzufangen, ist jedoch bei kleineren Beträgen erfahrungsgemäß geringer, daher bietet sich für Neulinge ein Sparplan an.
Die nächsten Schritte
Das Ziel und die Strategie sind definiert, ein Broker ausgewählt und ein Depot eröffnet. Die Entscheidung für eine Einmalanlage oder einen Sparplan ist ebenfalls getroffen. Jetzt folgen die nächsten Schritte: der Kauf, das Halten der Aktien und der Verkauf.Der Kauf ist meist schnell gemacht. Sobald die Entscheidung getroffen ist, kann man die Aktien oder Fonds ins eigene Depot legen. Doch wie geht es jetzt weiter? Hier stehen viele Börsenneulinge vor dem nächsten Problem. Wann sollte man verkaufen? Dazu gibt es eine klare Antwort: Es kommt darauf an. Die Haltedauer ist abhängig von der verfolgten Strategie. Wer einen sogenannten Buy-and-Hold-Ansatz verfolgt, hält die gekauften Aktien über Jahre, häufig Jahrzehnte. Sinnvoll ist es, sich von vornherein Grenzwerte zu setzen oder mit Stop-Loss oder Limit-Aufträgen zu arbeiten. So kann man vermeiden, bei fallenden Kursen panisch zu verkaufen.
Reine Nervensache – und nicht leichtsinnig spekulieren
Die Börse ist immer ein gut Teil Psychologie. Wer bei fallenden Kursen verkauft wird sich unter Umständen fürchterlich ärgern, wenn die Kurse wieder über das Ausgangsniveau steigen. Ob der Rat früherer Generationen, in Aktien nur das Geld zu investieren, das man notfalls entbehren kann, noch gilt? Wer weiß – allerdings gilt wohl auf jeden Fall noch immer der Tipp, niemals mit geborgtem Geld – also mit Krediten – zu investieren in der Hoffnung, es werde schon gutgehen. Kreditgeber interessieren sich nicht dafür, was an der Börse gerade los ist, sie wollen Tilgung und Zins sehen – sonst würden sie ja keine Kredite vergeben, sondern selbst Aktien kaufen. Wer aber sein Risiko im Blick behält, kann an der Börse vor allem langfristig deutliche Zuwächse gewinnen.-
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- Quelle: red | Foto: © BeierMedia.de
- Erstellt am 28.10.2021 - 18:42Uhr | Zuletzt geändert am 28.10.2021 - 20:58Uhr
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