Infoladenwichtel im Asylbewerberheim Löbau
Löbau | Zittau. Die Weihnachtsboitschaft richtet sich an alle. Bereits am 15. Dezember 2012 fand im linksgerichteten Infoladen Zittau die 3. "soziale Weihnachtsfeier" mit 30 Asylbewerbern statt, zu der die Einrichtung gemeinsam mit dem "Tamara-Bunke-Verein" und der "Jungen Linken" eingeladen hatte. Wie Elisabeth Böhme vom Infoladen berichtet, besuchte nun am 21. Dezember ein Wichtel des Infoladens das Asylbewerberheim in Löbau. Dessen eigentlich zuständiger Chef, der Weihnachtsmann, war wegen Beinbruchs verhindert.
Ein wenig Weihnachten für die Asylbewerber
Im Gemeinschaftsraum der Löbauer Unterkunft hatte der Infoladen Zittau mit der jungen Linken des Kreisverbandes Görlitz und dem Frauenring Oberlausitz eine Weihnachtsfeier organisiert. Ein Weihnachtsbaum und selbstgebastelte Weihnachtssterne sollten den 60 Kindern und jungen Erwachsenen ein wenig weihnachtliche Atmosphäre vermitteln.
Der Wichtel hatte einen Geschenke-Sack nach Löbau mitgebracht - wer eines haben wollte wurde gebeten, ein Lied oder ein Gedicht, gern aus seiner Heimat, vorzutragen. Selbstverständlich bekamen alle, auch die Großen, etwas.
Besonders für die Kinder war das wieder schön. Eines der Mädchen sagte dem Wichtel zum Schluss "Ви благодариме“ - das ist mazedonisch und bedeutet "Danke".
Für die Unterstützung der sozialen Weihnachtsfeier durch Spenden ist der Infoladen Zittau dankbar. "Wir möchten uns an dieser Stelle bei der BIOase Zittau, der Comenius Buchhandlung, dem Raumausstatter Fischer aus Herrnhut, der Volksbank Löbau-Zittau, dem Gerhart-Hauptmann Theater, dem Bernd Müller Verlag & Versand sowie der Löbauer Landtagsabgeordneten der Linken Heiderose Gläß ganz herzlich bedanken“, nennt die Vorsitzende des Tamara-Bunke-Vereins Ramona Gehring die Unterstützer.
Wer war Tamara Bunke?
http://de.wikipedia.org/wiki/Tamara_Bunke
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/tamara-bunke/
Kommentar:
Mögen Asylbewerber vielen Oberlausitzern ob ihrer Kultur, ihrer Sitten oder ihrer Religion auch fremdartig erscheinen, so sind sie uns doch willkommen.
Die Deutschen haben immer von Asyl profitiert - als Friedrich der Große die Hugenotten ins preußische Land holte, blühte das Handwerk auf.
In den letzen hundert Jahren waren es die Deutschen immer selbst, die froh waren, wenn sie Asyl in anderen Ländern fanden.
Und nicht zuletzt freuten sich die ostdeutschen Wohlstandsflüchtlinge über ihre freundliche Aufnahme und Integration in der alten Bundesrepublik.
Dafür, dass Asylbewerber in Deutschland nicht arbeiten dürfen, kaum über Geld verfügen können und in speziellen Heimen konzentriert werden, kommen sie in der deutschen Ego-Gesellschaft immer noch ganz gut zurecht,
findet ihr Fritz R. Stänker


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- Quelle: red | Fotos: Infoladen Zittau
- Erstellt am 24.12.2012 - 01:49Uhr | Zuletzt geändert am 24.12.2012 - 02:28Uhr
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