Lausitzer B 178 wächst südlich von Löbau weiter
Löbau | Zittau, 22. Mai 2008. Der Neubau der B 178 zwischen der Autobahn 4 und dem Dreiländereck bei Zittau geht weiter. Neben der Verbindung der drei Länder der Euroregion Neiße – Polen, Tschechien und Deutschland – verbindet die B 178n das deutsche Autobahnnetz mit dem tschechischen Fernstraßennetz.
Dreistreifiger Ausbau
Die Reisezeiten vom und zum Autobahnnetz verkürzen sich und der Durchgangsverkehr in Zittau, Herrnhut und Löbau sowie in den schönen Straßendörfern der Oberlausitz kann verringert werden. Die B 96 von Zittau nach Bautzen und die B 6 von Löbau nach Bautzen werden maßgeblich vom überregionalen Verkehr entlastet.
Die Ortsumgehung Löbau wurde 2001 für den Verkehr freigegeben. An deren südlichem Ende beginnt der Neubau des Abschnittes 3.1. Die Trasse verläuft in südöstliche Richtung und endet nach erfolgter Südwest-Umgehung des Sonneberges an der Staatsstraße S 143 bei Obercunnersdorf. Sie überquert vorwiegend Acker- und nur geringfügig Wiesenflächen. Die Trassenlänge beträgt knapp 6 Kilometer.
Die Straße wird dreistreifig ausgebaut, dadurch stehen wechselseitig Überholmöglichkeiten zur Verfügung.
Wesentliche Veränderungen sind im landwirtschaftlichen Wegenetz erforderlich. Um die Erreichbarkeit der Flurstücke wie vor der Baumaßnahme zu gewährleisten, ist es notwendig Wirtschaftswege zu verlegen bzw. neu anzuordnen.
Zur Aufrechterhaltung des Biotopverbundes, der Ermöglichung des Luftmassenaustausches und zur Vermeidung der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes werden im Zuge der B 178n drei Großbrücken erforderlich, die gleichzeitig das kreuzungsfreie Queren von Straßen, Wegen und Gewässern gewährleisten. Darüber hinaus sind weitere fünf Brückenbauwerke, u. a. eine Grünbrücke im Bereich des Sonneberges, zur kreuzungsfreien Querung von Straßen und Wirtschaftswegen notwendig, die gleichzeitig vom Wild zur Überquerung der B178 genutzt werden können.
Für die Amphibienwanderung werden 27 Amphibiendurchlässe mit den zugehörigen Leiteinrichtungen gebaut. Im Zuge des Bauabschnittes 3.1 ist der Bau von drei Regenrückhaltebecken und drei Schilfbeeten vorgesehen.
Daten und Fakten
Länge: 5,944 km
Prognostiziertes Verkehrsaufkommen 2012: 12.000 Fahrzeuge binnen 24 Stunden
Prognose im Endausbau (B 178n zwischen A 4 und Bundesgrenze D/PL): 21.000 Fahrzeuge binnen 24 Stunden
Planungsverlauf
Linienbestimmung: 06.02.1998
Genehmigung Vorentwurf: 03.07.2002
Antrag auf Planfeststellung: 16.06.2004
Auslegung der Planfeststellungsunterlagen 01.03.05 bis 01.04.05
Planfeststellungsbeschluss: 27.07.06
Bauanfang Mai 2008
Bauende:in Abhängigkeit der Finanzierung durch den Bund



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- Quelle: /red
- Erstellt am 22.05.2008 - 01:13Uhr | Zuletzt geändert am 11.07.2022 - 18:22Uhr
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