Unterstützung für Ostritzer Friedensfest
Ostritz, 23. März 2019. Von Thomas Pilz. Die letzten Veranstaltungen haben hinreichend gezeigt, welches Menschen- und Gesellschaftsbild im Ostritzer Hotel Neisseblick "gefeiert" wird. Zahlreiche verfassungsfeindliche Symbole und Aktionen wie indizierte rechtsextremistische Musik und "Sieg Heil"-Rufe räumen jeden Zweifel aus, welche Gesinnung die "Gäste" aus ganz Deutschland und Europa dort verbreiten. Gegen diese Veranstaltungen sprechen wir uns als bündnisgrüner Kreisvorstand ganz entschieden aus. Wir stehen für Demokratie, wollen eine offene und friedliche Gesellschaft fördern und treten Rechtsextremisten und Neonazis klar entgegen.
Bündnisgrüne unterstützen Ostritzer Friedensfest gegen rechtsextreme Veranstaltungen im Hotel Neisseblick
Deshalb unterstützen wir das Ostritzer Friedensfest, das vom 21. bis zum 23. März 2019 stattfindet. Es wird aus ehrenamtlichem Engagement heraus organisiert und feiert die Demokratie, die Vielfalt und den Frieden. Mit dem Fest und dem abwechslungsreichen Programm schaffen die Ostritzer und deren Unterstützer:innen deutschlandweit Aufmerksamkeit und präsentieren das Bild einer engagierten, vielfältigen, demokratischen und bunten Oberlausitz. Zudem bietet sich Möglichkeit Protest zu zeigen, dabei aber auch in Austausch zu kommen. Wir von Bündnis 90/Die Grünen unterstützen diese Aktionen aus vollster Überzeugung. Franziska Schubert, Landtagsabgeordnete und Kandidatin um das Amt der Oberbürgermeisterin in Görlitz dazu: "Das Ostritzer Friedensfest hat etwas Großartiges geschafft: Die Solidarität der ganzen Region hat eine neue besondere Qualität im Widerspruch gegen rechtes Gedankengut, auf die wir stolz sein können."
Zudem fordern wir weiterhin auf, rechtliche Schritte zu prüfen, das Festival zu unterbinden, den Alkoholkonsum zu verbieten und die Gäste gründlich zu kontrollieren, da jederzeit mit gewaltsuchenden Besucher:innen zu rechnen ist. Polizeiliche und juristische Maßnahmen sind auszuschöpfen, um die Gefahr für die friedliche Gesellschaft zu minimieren! Zuletzt haben sich zahlreiche gesellschaftliche Akteure, der Görlitzer Kreistag, Ministerpräsident Kretschmer, 40 Bürgermeister:innen der Region sowie zahlreiche Aktionsbündnisse und auch lokale Unternehmen gegen die Aktivitäten im Hotel Neisseblick und für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Frieden positioniert. Jedes der letzten Ostritzer Friedensfeste und die Aktionen von "Rechts rockt nicht" zählte mehrere tausend Besucher:inner. Die Petition "Nein zur Neonazi-Versammlung" von 2018 hatte rund 4.500 Unterschriften.
Der bündnisgrüne Kreisvorstand wünscht ein friedliches Festwochenende, sagt Danke an alle Engagierten und Unterstützer:innen gegen Rechts und für die Demokratie. Wir sehen uns vor Ort!
Thomas Pilz ist Sprecher des Kreisverbands Görlitz von Bündnis 90/Die Grünen.
Mehr:
Programm des Ostritzer Friedensfestes
Friedensfestankündigung im MDR
Kommentar:
Rechte Denkhaltungen, kaschiert als national-konservativ, werden bei vielen Leuten wieder salonfähig. Die Protagonisten neuen Rechten kommen nicht so ungebildet daher wie häufig die Vertreter neonazistischer Ideen. Dennoch freut sich die neue Rechte doch klammheimlich über alles, was einen nationalen Sozialismus samst seiner Auswüchse verherrlicht. Jene, die den neuen Rechten Beifall klatschen, können später nicht mehr sagen, sie hätten nichts gewusst oder das nicht gewollt.
Allein die verwendete Sprache ist deutlich genug, der Politikstil setzt auf Reflexe, in dem Herausforderungen und Probleme hochgekocht werden unabhängig von ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit wie auch von ihrer Lösbarkeit und vom Lösungsaufwand; suggeriert werden hingegen, wenn überhaupt, einfache Lösungen.
Um an Macht zu gewinnen, kennt die Anbiederung keine Grenzen, schon haben die neuen Rechten gelernt, Begriffe, die anständigen Menschen sauer aufstoßen, in der Öffentlichkeit zu meiden, sogar ein "Leitfaden" existiert.
Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber,
meint Ihr Thomas Beier


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- Quelle: Thomas Pilz | Kommemntar. Thomas Beier
- Erstellt am 23.03.2019 - 08:50Uhr | Zuletzt geändert am 23.03.2019 - 09:48Uhr
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