Zittauer suchen politischen Austausch in den USA
Zittau | Des Moines, 13. Oktober 2015. Zum politischen Austausch sind die CDU-Kreisrätin Tina Hentschel und der Zweite Stellvertretende Oberbürgermeister von Zittau Jens Thöricht in den USA unterwegs. Gestern haben sie sich mit Terry Branstad, Gouverneur von Iowa, und seiner Stellvertreterin Kim Reynolds getroffen. Branstadt, der seinen Sitz in Des Moines, Hauptstadt von Iowa, hat, war hier bereits von 1983 bis 1999 Gouverneur und übt das Amt seit 2011 erneut aus.
Werbung für die Oberlausitz inklusive
Die beiden Kommunalpolitiker haben die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und Gouverneur Branstadt nicht nur ein Gastgeschenk der Stadt Zittau übergeben, sondern ihm auch die Oberlausitz nähergebracht. Brandaktuelles Thema des Gesprächs waren auch die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die sowohl vor deutschland wie auch vor den USA stehen, wie beispielsweise die Zuwanderung aus Kriegsgebieten.
Branstadt: Bürgernähe ist entscheidend
Branstad in seiner 21-jährigen Amtszeit mehrfach in Deutschland und sieht mehr Möglichkeiten als nur den politischen Erfahrungsaustausch zu pflegen. So hat er bereits wirtschaftliche Kontakte zu deutschen Unternehmen knüpfen können.
Im Dezember 2015 begeht Gouverneur Branstad ein seltenes Jubiläum: Dann ist er der am längsten amtierende Gouverneur der USA. "Als wir ihn auf sein Erfolgsrezept ansprachen, so oft wiedergewählt worden und in diesem wichtigen politischen Amt zu sein, war die Antwort des Gouverneurs ziemlich klar und simpel: Bürgernähe. Über 21 Jahre sucht er nun bei jeder kleinen und großen Herausforderung für den Bundesstaat Iowa den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, um diese im politischen Geschehen und bei Entscheidungen mitzunehmen“, berichtete Hentschel nach dem Gespräch. Thöricht ergänzte: "Auch machte er uns darauf aufmerksam, wie wichtig die Zeit mit der Familie trotz aller politischen Arbeit und Herausforderungen im Leben ist - am Wochenende erst war er mit seinen Enkeln im Zoo. Das solle man nicht aus den Augen verlieren."
In den kommenden Wochen wollen die beiden Oberlausitzer Kommunalpolitiker weitere Gespräche mit Politikern, aber auch mit Partner aus der Bildung und den sozialen Bereichen führen.
Kommentar
Das ist, was vielen Politikern und Bürgern weithin noch fehlt: Nicht nur über den Tellerrand schauen, gar weiter schauen, als es der Kirchturm zulässt. Das Mutterland der Demokratie ist zeitlich gesehen nicht mehr weit entfernt und wie vielen anderen Ländern auch würde es den USA nicht gerecht, nur allein zu Urlaubszwecken besucht zu werden.
Auf der Rückreise werden die beiden Oberlausitz-Politiker sicher eine Menge Anregungen und neue Sichtweisen im Gepäck haben. Und es gibt noch einen schönen Nebeneffekt: Wenn das CDU-Mädel und der linke Bub gemeinsam unterwegs sind, kann das die spätere politische Arbeit nur positiv beeinflussen - beispielsweise, indem das persönliche Vertrauen ineinander trotz unterschiedlicher Standpunkte und Lösungsansätze gestärkt wird.
Vielleicht gelingt es sogar, ein paar Entscheider aus den USA zu einer Oberlausitz-Reise zu animieren. Die können nämlich deutlich mehr als nur Fast Food,
versichert Ihr Fritz R. Stänker



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- Quelle: red | Kommentar: Fritz Rudolph Stänker | Foto: PR
- Erstellt am 13.10.2015 - 10:36Uhr | Zuletzt geändert am 13.10.2015 - 11:13Uhr
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